Alternative Heilmethoden entdecken

Die Natur gibt uns alles, was wir für unseren Körper brauchen. Der moderne Mensch hat leider viel verlernt. Großmutters Kräuterwissen erweist sich auch in der heutigen Zeit als unverzichtbar. Auch und gerade wenn Sie unter Schwindel und Gleichgewichtsstörungen leiden, sollten Sie alternative Heilmethoden anwenden.

Sie müssen nicht wegen jedem “Zipperlein” Medikamente einnehmen. Die Natur hilft Ihnen meistens ohne Kosten und Nebenwirkungen. Immer mehr Betroffene erkennen die Vorteile der natürlichen Behandlung und Heilung.

Das Buch “Alternative Heilmethoden” sorgt für den nötigen Einblick in diese Welt. Sie lesen alles über Eigenschaften, Vorteile und Wirkung von Kräutern und bewährten natürlichen Heilmethoden. Zusätzlich berichten Fachleute über alternative Methoden zur Heilung von unterschiedlichsten Krankheiten und Beschwerden.

Gesunde Menschen ernähren sich natürlich und vermeiden damit oft die typischen Zivilisationskrankheiten. Es ist so einfach. Sie müssen nur den Empfehlungen in “Alternative Heilmethoden” folgen und können dann Ihren gesundheitlichen Zustand nachhaltig massiv verbessern. Wir versprechen mit dem Ratgeber keine Wunder, aber Sie werden bewusster leben, anders mit sich und anderen Menschen umgehen und mehr auf Ihren Körper achten, wenn Sie sich im Einklang mit der Natur befinden.

Das bedeutet nicht, bei akuten Beschwerden nicht die Vorzüge der Schulmedizin zu nutzen. Aber: “Alternative Heilmethoden “kann Ihnen dabei helfen, es gar nicht soweit kommen zu lassen.

Erfahren Sie jetzt mehr über die Möglichkeiten der alternative Heilmethoden in dem Sie HIER klicken.

Psychotricks gegen Schwindel

Es gibt viele Möglichkeiten sich der Problematik des Schwindels zu nähern. Als erstes sollte immer ein Arztbesuch darüber aufklären um welche Art von Schwindel es sich handelt. Hat es einen körperlichen Ursprung z.B. von den Ohren kommend? Hat es etwas mit der Halswirbelsäule, mit Durchblutungsstörungen oder den Augen zu tun, oder ist alles was man erlebt tatsächlich “Einbildung” und damit psychosomatisch bedingt?

Hier ein paar Ansätze zum Thema

Was mir gegen den Schwindel hilft und geholfen hat- Nachdem mein Schwindel nach allen möglichen ärztlichen Untersuchungen offensichtlich psychosomatisch bedingt ist, wurden die oben angeführten Maßnahmen bei mir nicht eingesetzt. Was mir aber geholfen hat, war eine Psychotherapie. Man geht “einfach” ein oder zwei Mal pro Woche zu einem Psychiater und unterhält sich in der Gesprächsstunde über das, was einen im Leben bewegt und bewegt hat. Natürlich spielt der Schwindel dabei eine große Rolle… Vor allem am Anfang war es so, dass ich mich während der Therapie kaum aufrecht auf dem Stuhl halten konnte weil mir so schwindelig war. Die Sitzungen waren außerdem wirklich jedes mal sehr anstrengend. Anstrengend in dem Sinne, dass ich danach jeweils geschafft, müde und einfach fertig war…. Ganz klar – ich habe mich wohl wirklich das erste Mal in meinem Leben mit einer Problematik beschäftigt, die ich bis dato immer verdrängt oder nicht wirklich gedanklich zugelassen habe. In Wirklichkeit geht man also wohl nicht so “einfach” da hin wie ich es oben beschrieben habe. Man muss erst mal damit klar kommen, dass man es nötig hat und sich vor allem wirklich darauf einlassen. Wenn man dies allerdings macht, ist man bereits auf dem besten Wege der Besserung!

Nach gut einem Jahr und vielen nachmittäglichen Sitzungen ging es mir zunehmend besser und ich habe die Therapie von mir aus abgebrochen weil ich keinen Handlungsbedarf mehr sah. Ich war so weit, dass ich den Schwindel – wenn er denn auftrat – gut unter Kontrolle hatte und mich beherrschen konnte. Außerdem kannte ich jetzt ja mögliche Ursachen und Gründe – das hat wirklich geholfen! Wenn es dann doch mal wieder schlimmer wurde, habe ich mich in der Regel einfach hingelegt und – wenn nötig – ein wenig geschlafen. Danach ging es mir in der Regel auch immer besser.

Inzwischen ist mehr als ein weiteres Jahr seit der letzten Sitzung vergangen und der Schwindel taucht wieder verstärkt auf. Ich weiß nicht ob ich es mir einbilde oder nicht, ich habe aber seit Anfang an das Gefühl, dass der Schwindel bei mir vermehrt mit dem Vollmond auftritt – woran das liegt kann ich nicht beurteilen. Nur so viel: bevor das alles anfing liebte ich regelrecht die Vollmondnächte mit ihrem hellen Licht und dem Ausblick auf unseren nächsten Planeten – jetzt sieht das ein wenig anders aus…

Ich bin inzwischen dabei mich darum zu bemühen die Therapie fortzusetzen. Dies gestaltet sich aber als nicht ganz einfach. 1. ist mein damaliger Therapeut nicht mehr für das Institut der hiesigen Universität tätig und 2. ist es grundsätzlich nicht so leicht einen Therapieplatz zu bekommen weil scheinbar viel Bedarf an Behandlungsplätzen bei Psychiatern besteht (Update vom Juli 2006 – ich habe es inzwischen aufgegeben einen Platz zu bekommen und sehe aktuell auch keinen Handlungsbedarf mehr – mal schauen – später vielleicht wieder). Trotzdem sollte Dich das nicht abschrecken! Gehe zu erst mal zu Deinem Hausarzt und besorge Dir eine entsprechende Überweisung wenn alle anderen Möglichkeiten auszuschließen sind oder nicht angeschlagen haben (durch die Überweisung sollten die Kosten für eine Therapie auch von der Krankenkasse übernommen werden – war zumindest bei mir so!!!). Das Du eventuell ein Problem mit der Deiner Psyche hast, muss Dir definitiv nicht peinlich sein – wirklich nicht! Man glaubt gar nicht wie viele Menschen schon bei einem Psycho-Doktor auf der symbolischen Couch gelegen haben. Recht hat immer noch “wer” oder “was” hilft!. ;-)

Ich möchte noch unbedingt darauf hinweisen, dass die oben genannten Erfahrungen ganz alleine meine Person betreffen. Es stellt also kein “Patentrezept” oder  ähnliches dar! Jeder muss leider für sich selbst herausfinden was das Beste          ist und was hilft. Ein Besuch beim Hausarzt ist auf alle Fälle der erste und richtige Weg zur Ablärung möglicher Ursachen!

Schwindel-was dagegennurtun?!

Bitte beachte folgendes: Hier versuche ich meine ganz persönliche Sicht der Dinge darzustellen und berichte was mir geholfen hat und immer wieder  hilft. Selbstverständlich ist dies hier kein Patentrezept und es muss bei jedem             Schwindler ärztlich überprüft werden was der Ursprung des Schwindels  ist! Mein Schwindel ist offensichtlich psychosomatisch bedingt und hat, so wie es aussieht, keine körperlichen Gründe…

Die ersten Schritte können im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön schwierig             und beklemmend sein wenn einen der Schwindel einnimmt. Auf einmal hat man Probleme  sicher auf den eigenen Beinen zu stehen, muss sich wohlmöglich abstützen oder irgendwo festhalten. Dazu kommt ein Problem das vielfach vollkommen übersehen wird – niemand sieht einem das Problem wirklich an! Und so dauert es vielleicht nicht lange bis Freunde, Eltern oder Arbeitskollegen einen nicht mehr so richtig  ”für voll” nehmen – so war es zumindest teilweise bei mir.

Das ist ist natürlich eine Sache die nicht gerade dazu beiträgt, dass man  sich besser oder irgendwie verstanden fühlt. Und wenn einem dann auch noch jeder Arzt sagt: “Sie sind kerngesund – ich kann nichts finden”, dann ist das Chaos perfekt…

Jetzt hilft nur noch eines…nämlich Ruhe bewahren und nach Möglichkeit cool bleiben! Gerade in der Anfangszeit wird mir jeder Schwindler bestätigen, dass dies eigentlich unmöglich ist – so war es auch bei mir. Mit der Zeit habe ich aber erkannt, dass es sich gar nicht lohnt gegen den Schwindel anzukämpfen. Man muss ihn einfach akzeptieren und als “gegeben” annehmen und versuchen mit ihm zu leben.

Allgemeine Tipps für den Umgang mit dem Schwindel

Stelle als erstes Sicher was der Grund für den Schwindel ist! Besuche Deinen             Hausarzt und vielleicht auch Fachärzte wie Neurologen, Hals-Nasen-Ohrenärzte,            Augenärzte oder Orthopäden! Erst wenn hier ausgeschlossen werden kann, dass           der Schwindel keine “körperlichen” Ursachen hat, wirst Du Gewissheit darüber             haben, dass Dein Schwindel psychosomatisch bedingt ist. Jetzt weißt Du das alles     höchstwahrscheinlich wirklich nur in Deinem Kopf passiert. Schwindel ist keine Krankheitseinheit, sondern ein unspezifisches Syndrom verschiedener Erkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen. Gesichert scheint, dass gut 30 % aller Schwindelformen psychogen zu verstehen sind. Zumindest eine relevante psychogene Mitbeteiligung weisen 30 bis 50 % der Schwindel Leidenden auf.

Habe keine Angst vor dem Schwindel!

Du musst lernen die Belastung vorerst mal als gegeben hinzunehmen. Das klingt zwar   vielleicht tragisch, ist aber sicherlich der Weg, welcher Dir die Angst ein wenig   nehmen wird. Das Problem ist ja in der Regel zuerst mal die große Ungewissheit.   Keiner kann einem wirklich sagen was mit einem los ist… Daraus resultiert   die Angst vor dem was einem wohl als nächstes passiert. Und das ergibt dann   wiederum die Angst vor der Angst – ein verdammt blöder Teufelskreislauf also! Versuche Dir also nach Möglichkeit klar zu machen, dass es eine Sache ist die “in Deinem Kopf” passiert, vorausgesetzt natürlich dass alle anderen Medizinischen Möglichkeiten ausgeschlossen sind!

Denke positiv!

Erfreue Dich an den kleinen Dingen des Lebens und versuche nicht den ganzen   Tag nach den Gründen für den Schwindel zu suchen – das macht einfach nur noch   unglücklicher und unzufriedener und ein Ergebnis wirst Du höchstwahrscheinlich   auf die Schnelle nicht finden. Nur wer positiv denkt ist mit dabei!

Frage doch Deinen Schwindel mal was er eigentlich von Dir will und warum er gerade jetzt da ist? Wenn er bei mir mal wieder auftaucht und gerade wirklich sehr auf die Nerven geht, dann rede ich mit ihm! Ja ich weiß – das klingt vielleicht ein wenig verrückt. Aber ich sage “ihm” dann einfach, dass er mich in Ruhe lassen soll und frage mich was gerade jetzt der Grund und damit der Auslöser des Schwindels ist. Manchmal habe ich dann kurzzeitig das Gefühl gehabt “jetzt haut es mich gleich um”. Diese Reaktion des Körpers hat mir aber immer gezeigt, dass ich sozusagen “auf dem richtigen Weg” bin. Sicherlich komme ich dabei nicht immer auf eine direkte Lösung meiner Frage. Ich bemerke aber häufig, dass es mir für eine gewisse Zeit Ruhe verschafft – auch wenn der Schwindel natürlich nicht sofort oder ganz verschwindet.

Wenn die Beine mal wieder wackelig sind, dann habe keine Angst davor sondern lache oder lächele wenigstens darüber! Somit nimmst Du Dir selber die Angst und dem Schwindel ein wenig den “Wind aus den Segeln”. Wie gesagt: alles passiert in Deinem Kopf!

Vermeide Vermeidungshaltungen! Gemeint ist damit, dass Du nicht damit beginnst Situationen auszuweichen   in denen Dir schwindelig werden könnte! Solltest Du das tun, entwickelst Du automatisch   eine “Vermeidungshaltung” die weitere Konsequenzen nach sich zieht. “Zwinge”   Dich also jeden Tag ein wenig vor die Tür und unter Menschen zu gehen. Habe   keine Angst – Du wirst schon nicht umkippen in der “Kassenschlange im Supermarkt”! Und wenn’s Dir doch mal schlechter   geht, dann setzt Du Dich eben auf eine Parkbank und machst mal eine Pause…

Lenke Dich ab! Hast Du ein Hobby dem Du dich voll widmen kannst? Meines ist zum Beispiel   das erstellen von Internetseiten wie man hier sehen kann. Genau so gerne fotografiere   ich auch. Gerade bei diesen Tätigkeiten merke ich wie gut sie mir tun. Wenn   ich mich voll auf meine Sache konzentriere, ist der Schwindel zwar nicht ganz   weg (so wie jetzt im Moment wo ich das hier schreibe auch), aber er tritt in   den Hintergrund und beeinflusst mich nicht mehr so sehr. Mache also etwas was   Dich den Schwindel regelrecht “vergessen” lässt – auch wenn es wegen des Schwindels   schwer fällt.

Bleibe aktiv! Nimm am Leben teil! Und wenn es nur ein bisschen jeden Tag ist! In “unserem Fall” gilt ganz besonders: “Wer rastet, der rostet”.

Erhalte Dir Deinen Humor! Suche Dir Dinge über die Du wirklich herzhaft lachen kannst! Man sagt nicht   umsonst: “Lachen ist gesund”. Du wirst erleben das es Dir gut tut!

Denke öfters mal an Dich selber! Gerade in einer so schwierigen Lebensphase vergisst man viel zu leicht auch   mal an sich selber zu denken und sich selber etwas gutes zu tun…

Versuche auch die positiven Seiten des Schwindels zu sehen (ja es gibt sie   tatsächlich)! Der Schwindel ist eine Herausforderung in Deinem Leben und fordert   Dich zum Handeln auf. Nimm die Herausforderung an und wehre Dich nicht dagegen.   Jede Erfahrung – auch wenn Sie negativ ist – hat auch ihre guten Seiten und   bringt Dich in Deinem Leben und Deinem Erfahrungsschatz ein Stückchen weiter.

Und hier noch ein paar kleine aber wirkungsvolle “Psychotricks”

  • Sollte Dich mal wieder eine der Schwindel- oder Angstattacken überkommen, dann grinse für mindestens 60 Sekunden bis über beide Ohren! Warum? Ganz einfach! Dadurch, dass Du mit Deinen Gesichtsmuskeln Deine Mundwinkel “nach oben” bewegst, signalisierst Du Deinem Gehirn “jetzt gibt’s was zu lachen”. Als Folge daraus schüttet das Gehirn automatisch Glückshormone aus. Diese wiederum haben eine beruhigende Wirkung auf Geist und Seele. Schon nach einigen wenigen Sekunden wirst Du eine Änderung Deines Zustandes bewirken und bemerken! Probiere es einfach mal aus!
  • Stelle Dich jeden Morgen vor Deinen Spiegel, schaue Dir in die Augen und sage Dir “Ich bin gut!”. Sage dies aus voller Überzeugung und glaube vor allem daran. Nicht von heute auf Morgen, aber auf absehbare Zeit programmierst Du Dich damit selber positiv.
  • Motiviere Dich durch attraktive Ziele! Gemeint ist damit, dass Du Dich nicht in erster Linie zwingen solltest Dinge zu tun, von denen Du weißt, dass sie den Schwindel auslösen könnten. Als Beispiel könnte man hier den Einkauf im Supermarkt ansehen. Wenn Du Dir vorher schon Gedanken darüber machst, dass Du Hintzewallungen, wackelige Beine oder Herzrhythmusstörungen bekommen wirst, werden diese Symptome wohl auch eintreten – sowas nennt man dann eine “Selbsterfüllende Prophezeiung”. Motiviere Dich statt dessen mit der Belohnung die danach kommen könnte – wie z.B. einem leckeren Stückchen Kuchen oder Eis in Deinem Lieblingskaffee.
  • Nutzen Sie das Wissen was Ihnen Ratgeber vermitteln und wenden Sie diese tagtäglich an. Einen empfehlungswerten Ratgeber wird Ihnen auf dieser Seite mehrfach vorgestellt. Kliecken Sie dazu hier oder informieren Sie sich direkt auf der Seite des Nowag Verlages. Klicken Sie dazu hier.

 

Schwindel Übung

Für alle die unter Schwindel und Gleichgewichtsstörungen leiden sollten regelmäßige Gleichgewichts- und Entspannungsübungen an der Tagesordnung sein. Ein Beispiel, wie eine ansprechende Schwindel Übung aussehen kann, finden Sie im nachfolgenden Video.

Wenn Sie Beispiele für Schwindel und Entspannungsübungen als Video sehen wollen, dann bitte hier klicken.

Weitere Übungsbeispiele und Erklärungen finden Sie auch im Ratgeber “Warum ist mir schwindelig. Klicken Sie dazu bitte hier.

Lagerungsschwindel

Lagerungsschwindel ist eine unangenehme, bedrohlich wirkende, jedoch meist harmlose Schwindelform. Diese ist meist mit etwas Geduld und einigen Übungen zu beherrschen. Schwindel kann viele verschiedene Ursachen haben und tritt mit zunehmendem Alter immer häufiger auf. Grund: Der Körper altert und Schäden und Abnützungen an den Organen entstehen, was deren Funktion einschränkt, jedoch auch mit dem Erhöhung von Erkrankungen im Alter, was wiederum auf verschiedene Ursachen zurückzuführen ist. Eine sehr häufige Erkrankung, die in der Jugend seltener, im Alter gehäuft auftritt, ist der benigne Lagerungsschwindel, der bei über 70 Jährigen jeden dritten im Laufe seines Lebens trifft. Betroffen ist bei dieser Schwindel Erkrankung das Gleichgewichtsorgan, das neben dem Ohr im Felsenbein liegt. Das Felsenbein besteht aus drei Bogengängen, die eine gallertartige Flüssigkeit (Endolymphe) enthalten, in welche Haarzellen hineinragen und je nach Bewegung durch die Flüssigkeit abgelenkt werden. Durch diese Ablenkung werden unterschiedliche Reize an das Gehirn weiter geleitet, die uns dann eine Orientierung im Raum ermöglichen. Kleine Salzkristalle, die Otolithen, verstärken diesen Prozess. Wenn sich ein Otolith ablöst und an eine untypische Stelle verlagert, was durch Alterungsprozesse, Unfälle, Operationen, Entzündungen etc. geschehen kann, erzeugt dies Schwindel.

Bei der Untersuchung lässt der Arzt den Schwindel betroffenen Patienten schnell seine Körperlage verändern. Dabei kommt es zu Schwindel und zu typischen schnellen Augenbewegungen (Nystagmus). Durch die Art der Augenbewegungen kann der Arzt entscheiden, welcher Bogengang betroffen ist. Bei einem Nystagmus in waagrechter Ebene ist der seitliche Bogengang betroffen, bei einem Nystagmus in senkrechter Ebene ist der hintere Bogengang betroffen. Besteht die Erkrankung schon länger lässt sich der Nystagmus eventuell nicht mehr nachweisen und der Arzt kann nur auf die Schilderung des Patienten vertrauen. Besteht ein Lagerungsschwindel, müssen eventuell andere ursächliche Erkrankungen für den Schwindel ausgeschlossen werden.

Die Beeinträchtigungen und Bescherden eines unter Schwindel leidenden Patienten können sich wie folgt äußern: Es kommt bei den Betroffenen zu starken, bedrohlich wirkenden weniger als 1 Minute anhaltenden Schwindelanfällen, wenn sie ihre Körperlage verändern. Einige Sekunden nach Veränderung der Körperposition treten auch die typischen Augenbewegungen (Nystagmus) auf. Je öfter die Lage verändert wird, desto schwächer wird normalerweise der Schwindel. Der Schwindel kann Monate lang verschwinden und dann plötzlich wieder auftreten. Übelkeit ist dabei häufig.

Um eine Linderung des Schwindel zu erreichen, versuchen die Schwindel Betroffenen, sich ganz ruhig zu verhalten und den Kopf nicht zu bewegen, was jedoch gerade falsch ist. Je mehr man sich nämlich bewegt, desto schneller verschwinden die Schwindel Beschwerden. Der Schwindel verschwindet auch in der Hälfte der Fälle von selbst. Einige Schwindel Übungen helfen mit, die Krankheit los zu werden. Die einfachste Schwindel Übung ist, sich auf einer Liege sitzend mit dem Oberkörper nach rechts und links fallen zu lassen, wobei man die Seite jeweils nach Aufhören des Schwindels wechselt. Führt man die Übung mehrmals am Tag durch, bringt dies oft schon Erfolg. Bei einer weiteren Schwindel Übung dreht der Schwindel Patient seinen Kopf um 45 Grad nach rechts oben (wenn die linke Seite betroffen ist) und legt sich dann schnell auf die betroffene Seite. Wenn der Schwindel vorbei ist, legt er sich schnell auf die rechte Seite, ohne seine Kopfhaltung zu verändern. Diese Übung wird ebenso einige Male durchgeführt. Meistens gelingt es damit, die Otolithen aus dem Bogengangsystem zu schleudern und den Schwindel erfolgreich zu behandeln. Sicherheitshalber sollte man in den nächsten 2 Tagen mit etwas erhöhtem Oberkörper schlafen, damit die Otolithen nicht gleich wieder zurück in den Bogengang wandern. Hilft auch das nicht, kann man eine weitere Übung versuchen. Dabei dreht der Schwindel Patient, z. B. beim Befall des rechten hinteren Bogengangs seinen Kopf nach rechts, lässt sich dann rückwärts auf den Rücken fallen, dreht im Liegen den Kopf langsam nach links bis der Schwindel vorbei ist. Helfen alle Übungen nicht und verschwindet der Schwindel nach einigen Wochen nicht, besteht die letzte Möglichkeit darin, sich operieren zu lassen. Dabei wird der betroffene Bogengang verschlossen. Dies ist jedoch äußerst selten notwendig.

Schwindel behandeln

Ob zu Hause, beim Einkaufen, beim Gehen und Stehen, oder in anderen Alltagsituationen- Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen können in jeder Lebenslage immer wieder auftreten. Schwindelanfälle können zu unkontrollierten Stürzen und gravierenden Unfällen führen können, was mitunter nicht ungefährlich ist. Abhilfe kann hier die Naturmedizin verschaffen und dem dem Schwindel sehr gut Paroli bieten. Jüngste Veröffentlichungen haben gezeigt, daß mit Hilfe der Naturheilkunde bereits nach kurzer Zeit eine Linderung der Beschwerden eintreten kann.
Schon nach den ersten drei Monaten waren bei fast allen Patienten die Anzahl, Dauer und Stärke der Schwindelattacken deutlich reduziert. Die Patienten konnten ihre Alltagsaufgaben wieder erheblich besser bewältigen und verspürten auch wieder mehr Lebensqualität. Informative und nützliche Ratschlage zur Natürheilkunde erhalten Sie auch in dem Schwindelratgeber “Warum ist mir SCHWINDELIG”. Auf http://schwindel.nowag-verlag.de erhalten Sie hierzu weitere Informationen.

Schwindel gehört zu den häufigsten Beschwerden, mit denen Patienten zum Hausarzt gehen. Betroffen sind ältere Menschen. Bei den Schwindelbetroffenen dieser Altersgruppe sind altersbedingte Abnutzungserscheinungen an Nerven, Innenohr, Augen sowie Durchblutungsstörungen und Blutdruckschwankungen ursächlich und spielen eine wesentliche Rolle für die Schwindelanfälle. Mit der Naturmedizin können Schwindelbetroffene dem Schwindel aber Paroli bieten: In einer veröffentlichten Studie wurde der Einsatz des natürlichen Komplexmittels Vertigoheel® bei über 2.000 älteren Patienten untersucht. Schon nach kurzer Zeit besserten sich die Beschwerden bei Patienten, die unter unspezifischem Schwindel litten. Die durch den Schwindel bedingten Einschränkungen wurden deutlich reduziert. Ein weiterer Vorteil der Naturmedizin: Die gute Verträglichkeit, auch in Kombination mit anderen Präparaten, kommt speziell den Wünschen vieler älterer Patienten entgegen, die täglich oft mehrere Medikamente gleichzeitig einnehmen müssen.

Dem Schwindel zum Trotz: Werden Sie aktiv! Das Gleichgewichtssystem im Gehirn ist lernfähig. Sie müssen Ihr Gehirn nur dazu animieren! Regelmäßige körperliche Aktivität und Unternehmungen sind der Schlüssel für mehr Bewegungs­sicherheit. Schon einfachste tägliche Übungen wie Treppen steigen statt den Lift zu benutzen, zügiges Spazierengehen oder Besorgungen zu Fuß erledigen regen den Kreislauf an, fördern die Durchblutung und führen so Schritt für Schritt wieder zu mehr Stabilität und eine Welt in ein besseres Gleichgewicht. Besonders wichtig und hervorzuheben sind hier das Training des Gleichgewichtssystems und der Aufbau der Beinmuskulatur. Ausdauertraining wie Schwimmen, Walken oder Joggen mit niedrigem Puls sind unbedingt empfehlenswert. Viele Krankenhäuser und Arztpraxen und Schwindelambulanzen bieten inzwischen ein spezielles Konditions- und Gleichgewichtstraining für Schwindelpatienten an. Hier können wirkungsvolle Übungen gelernt und zu Hause vertieft werden. Um die Angst vor Stürzen zu mindern, sind für ältere Menschen Gehhilfen sinnvoll. Außerdem helfen aktive Entspannungsmethoden wie autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Yoga, Tai Chi oder Meditation, Körper und Psyche zu stärken.

Auch eine gesunde Ernährung sollten Schwindelpatienten bevorzugen. Möglichst kaum Fleisch und Wurst, Verzicht auf Alkohol- und Nikotingenuss, frisches Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sowie reichlich Flüssigkeit geben dem Körper wieder neue Lebenskraft. Jeden Schwindelanfall dokumentieren Sie in einem Schwindeltagebuch! Beobachten Sie sich selbst! Diese Hinweise unterstützen die Diagnostik und Therapie des Arztes erheblich. Halten Sie Eindrücke, Empfindungen und Situationen, in denen es zu Schwindelanfällen kommt, schriftlich fest. Die Reflektion des Geschehens ist ein guter Weg, etwas gegen den Schwindel zu unternehmen und gemeinsam mit dem Arzt Lösungen und Hilfen für eine individuelle und effektive Behandlung Ihrer Schwindel und Gleichgewichtsstörungen zu finden.

www.nowag-verlag.de
http://schwindel.nowag-verlag.de

Übungen – Provokation von Schwindel und Fallangst

Lernen Sie, besser mit Schwindel und Fallangst umzugehen! Die bei Menschen mit Agoraphobie bzw. Panikattacken so häufige Angst vor Schwindel ist oft bedingt durch unzureichende Sauerstoffzufuhr zum Gehirn infolge von niedrigem Blutdruck, Blutdruckabfall, Hyperventilation, Schulter- und Nackenverspannungen, nur selten durch ein übersensibles Gleichgewichtsorgan im Ohr oder durch Verschwommensehen.

Der medizinisch meist nicht klärbare und behandelbare Schwindel hängt häufig mit falscher Körperhaltung im Stehen bzw. mit mangelndem Kontakt der Füße zum Boden zusammen, was von der Bioenergetik sehr betont wird. Deswegen sind Bewegungsübungen und keine Liege- und Entspannungsübungen angezeigt. Bei Angstpatienten ist die Schwindelsymptomatik gewöhnlich durch eine Störung im sensiblen System begründet (Störung in der Körperwahrnehmung). Empfehlenswert sich Übungen bei geschlossenen Augen, die diese Störung provozieren und bewältigen helfen.

Der bekannte Schwankschwindel drückt oft eine angst- und verspannungsbedingte Unsicherheit im Stehen aus:

  • Die Fußsohlen liegen nicht voll und entspannt auf dem Boden auf.
  • Die Beine sind angespannt, ohne federndes Sich-Durchbeugen und Ausbalancieren.
  • Das Rückgrat ist steif und unelastisch (wie wenn ein “Stock im Kreuz” wäre).
  • Aus Angst vor dem Fallen wird der Schwerpunkt gehoben statt gesenkt.

Viele Panikpatienten haben Angst umzufallen, insbesondere bei Schwindel durch niedrigen Blutdruck, verhalten sich daher ruhig und beobachten ständig ihre körperlichen Symptome. Infolge der Bewegungslosigkeit muss bei einem Blutdruckabfall intensives Herzrasen einsetzen, um den Blutdruck wieder zu heben, was das Wesen vieler Panikattacken ausmacht. Jede Form von Bewegung würde den Blutdruck schneller und einfacher heben als das Herzrasen im Ruhezustand. Aus Angst vor dem Fallen spannen die Betroffenen weiters die Beine an, drücken ihre Knie fest zusammen und stehen mit steif durchgestreckten Beinen da, was die Unsicherheit im Stehen verstärkt und den Blutrückfluss zum Herzen reduziert.

Die Beine elastisch etwas durchzubeugen und den Körperschwerpunkt zu senken (wie beim Schifahren), gibt Sicherheit vor dem Fall. Beobachten Sie Kinder und Erwachsene, die gerade das Schifahren lernen! Wie elegant fahren doch Kinder den Hang hinunter, mit tiefer Hocke bzw. Rückenlage, ohne in den Schnee zu fallen. Kinder haben meist keine Angst vor dem Fall und verspannen sich daher auch nicht. Wie steif stehen dagegen viele Erwachsene auf den Brettern. Aus Angst vor dem Fall strecken sie ihre Beine zu stark durch und heben den Körper zu hoch. Je höher der Körperschwerpunkt, desto leichter fällt man bei einer kleinen Unebenheit hin.

Beim Schifahren kommt es gerade dann zu Knochenbrüchen, wenn man die Beinmuskeln anspannt und sich gegen den Fall wehrt (trifft auf über 90% der Brüche zu). Die Knie durchzubeugen, mit dem Fall mitzugehen und sich dann wieder aufzurichten, verhindert dagegen einen Sturz. Menschen mit Fallängsten sind wie unsichere Schifahrer. Aus Angst vor dem Fallen strecken sie die Beine durch und heben den Körperschwerpunkt. Sie sind dadurch unelastisch und fühlen sich unsicher auf den Beinen.
Wenn Sie zuwenig Bodenkontakt und Erdverbundenheit spüren, verlieren Sie den “Boden unter den Füßen” und das Gefühl für Ihren Körperschwerpunkt. Sie geraten dann aus dem Gleichgewicht und bekommen Angst vor dem Fallen. Das Verständnis für den bedeutsamen Vorgang des Kontaktnehmens zum Boden lässt sich über die “Fußreflexzonen” noch vertiefen. Im Fuß haben alle Organe ihre zugeordneten Stellen, die sogenannten Reflexzonen. Durch Druck auf Zehen-, Ballen-, mittleren oder Fersenbereich des Fußes belebt sich analog der Zuordnung der “Reflexzonen” des Fußes die Atmung im oberen, mittleren oder unteren Körperbereich. Durch Lockern, Massieren und Bewegen der Füße kann dieser Kontakt zum Boden verstärkt werden.

Bei akuten Schwindelbeschwerden schützt Hinlegen vor unkontrollierten Reaktionen. Langfristig hemmt die mit der ständigen Bettruhe verbundene Inaktivität die Koordinationszentren des Gleichgewichtssystems und beeinträchtigt so die körperlichen Erholungsmöglichkeiten. Wissenschafter der NASA konnten zeigen, dass bei Gesunden schon allein durch eine siebentägige Bettruhe das Koordinationssystem des Gleichgewichts empfindlich gestört werden kann.

Ein Trainingsprogramm gegen Schwindel ist sehr hilfreich:

  • Bestimmte sportliche Aktivitäten wie Waldlauf oder Tischtennisspielen haben eine positive Wirkung auf das Gleichgewichtssystem.
  • Fixationsübungen benutzen die von Tänzern bekannte Erfahrung, dass man beim Drehen des Körpers durch Fixieren eines festen Punktes während einer Halbkreisdrehung den Schwindel weitgehend unterdrücken kann.
  • Augenfolgeübungen (mit den Augen einen sich langsam bewegenden Gegenstand verfolgen) fördern einen besseren Umgang mit Bewegungsreizen.
  • Rasche Dreh- und Bewegungsübungen sind gut geeignet zur Behandlung des sog. Lagerungsschwindels. Bestimmte Ringelspiele auf dem Rummelplatz stellen eine ideale Schwindelprovokation dar.
  • Balancierungsübungen fördern einen besseren Gleichgewichtssinn.
  • Das Fixieren von Mustern, die sich bei längerem Hinschauen zu bewegen beginnen, provoziert einen Schwindelreiz und führt im Laufe der Zeit zur Gewöhnung.

Übungen zum Balancieren, Fallen und Pendeln

  • fördern den ausgewogenen Einsatz der Schwer- und Muskelkraft,
  • verhindern Verspannungen und Verkrampfungen,
  • verbessern das Gefühl für den Körperschwerpunkt, der mit dem Organ-, Muskel- sowie Atemzentrum im Unterleib zusammenfällt,
  • bewirken eine Spannungsbalance beim Stehen, Atmen, Singen und Sprechen,
  • fördern die Fähigkeit, sich fallen lassen zu können, und stärken dadurch das Selbstvertrauen und (bei Partnerübungen) das Vertrauen anderen gegenüber.

Klinische Untersuchungsverfahren können im Selbstversuch erprobt werden:

  • Romberg-Stehversuch. Stellen Sie sich aufrecht so hin, dass sich die Füße innen berühren, und halten Sie beide Hände waagrecht ausgestreckt, während die Augen geschlossen sind. Bei Gleichgewichtsstörungen kommt es dabei zu auffälligen Körperschwankungen, manchmal auch mit Fallneigung in eine bestimmte Richtung.
  • Unterberger-Tretversuch. Treten Sie mit geschlossenen Augen und waagrecht erhobenen Armen kräftig auf der Stelle.
  • Blindgang. Gehen bzw. laufen Sie mit geschlossenen Augen und waagrecht ausgestreckten Armen auf einer gedachten Linie.

Einige der folgenden Gleichgewichtsübungen stellen Variationen der Übungen aus dem Buch “Atme richtig” von Hiltrud Lodes dar und können nach Belieben abgewandelt werden, um Schwindelzustände auszulösen bzw. das Vertrauen in die Körperfunktionen Gleichgewicht, Stehen und Gehen wiederzuerlangen:

  1. Balancieren. Balancieren Sie auf Baumstämmen, Balken usw. Spannen Sie dabei plötzlich Ihren rechten Arm an und machen Sie mit der Hand eine Faust, um das Gleichgewicht halten zu müssen.
  2. Kontaktnehmen zum Boden. Stehen Sie mit den Füßen fest am Boden, strecken Sie die Zehen aus und achten Sie auf einen guten Kontakt zum Boden. Spüren Sie den Boden unter Ihren Füßen und die Teile Ihrer Fußsohlen, die den Boden berühren. Gehen Sie dann mit gutem Kontakt Ihrer Füße zum Boden durch den Raum.
  3. Atmung als Bewegung. Atmen Sie im Stehen bei geschlossenen Augen tief ein, achten Sie dabei auf eine gute Zwerchfellatmung und beobachten Sie, wie Ihre Atmung Ihren Körper in leichtem Ausmaß schwanken lässt.
  4. Pendeln und Kreisen über den Füßen. Stellen Sie Ihre Füße knapp nebeneinander und kreisen Sie mit Ihrem Oberkörper. Stellen Sie sich vor, auf Ihrem Kopf einen Teller zu jonglieren. Bemerken Sie einen Unterschied bei geschlossenen Augen?
  5. Verlagern des Körperschwerpunkts nach vor und zurück. Verlagern Sie den Körperschwerpunkt möglichst weit vor auf die Zehen und anschließend möglichst weit zurück auf die Fersen. Spüren Sie dabei die Atemanregung.
  6. Über den Füßen vor- und zurückschaukeln. Schaukeln Sie in leichtem Grätschstand auf Ihren Füßen vor und zurück, indem Sie beim Einatmen Ihre Fersen anheben und dabei das Körpergewicht auf die Vorderfüße verlagern, beim Ausatmen die Fersen wieder sinken lassen und dabei das Körpergewicht bei gutem Bodenkontakt auf die Fersen verlagern. Die Kniegelenke bleiben dabei immer in lockerer Bereitschaftsstellung.
  7. Verlagern des Körperschwerpunkts nach rechts und links im Wechsel. Verlagern Sie Ihr Körpergewicht abwechselnd auf die rechte und die linke Fußsohle. Vom belasteten Fuß aus soll der Körper durchgehend bis zum Kopf gestreckt sein. Heben Sie dabei den nicht belasteten Fuß ein wenig vom Boden ab. Zur Unterstützung der Bewegung heben Sie die Arme etwas an und balancieren Sie Ihren Körper, während das ganze Gewicht auf einem Fuß ruht.
  8. Wippen aus dem Stand. Stehen Sie mit den Händen in den Hüften aufrecht da und heben Sie schwunghaft beide Fersen, und zwar so hoch als möglich. Nach 3 Sekunden stellen Sie Ihre Füße wieder flach auf den Boden. Wiederholen Sie diese Übung 20 mal. Diese Übung bewirkt auch eine Kräftigung der Waden.
  9. In die Hocke gehen. Stehen Sie mit den Händen in den Hüften aufrecht da und gehen Sie langsam in die Knie. Wenn die Oberschenkel parallel zum Boden sind, halten Sie diese Position 3 Sekunden lang. Kehren Sie dann langsam in die Ausgangsposition zurück und wiederholen Sie die Übung 10 mal. Diese Übung kräftigt den Quadrizeps, den Muskel an der Vorderseite des Oberschenkels.
  10. Anspannung des Körpers. Spannen Sie Ihren ganzen Körper eine Minute lang an, in dem Sie im Stehen Ihre Arm-, Bein-, Bauch-, Rücken-, Schulter- und Gesichtsmuskeln anspannen und beobachten Sie, welche Gefühle dies in Ihnen auslöst.
  11. Gehen mit einem Krug oder Buch auf dem Kopf. Gehen Sie mit einem Krug, Buch oder ähnlichem Gegenstand auf dem Kopf durch den Raum. Halten Sie dabei nicht den Atem an vor lauter Konzentration! In Sammlung auf die zu lösende Aufgabe belebt sich die Atmung. Der Atemraum weitet sich durch das Aufrichten der Wirbelsäule. Lassen Sie beim Gehen die Beine locker aus der Hüfte schwingen, wobei die Leiste gestreckt ist. Die Füße spüren den Boden und rollen bei jedem Schritt auf den Fußsohlen ab. Um den Gegenstand gut auszubalancieren, richten Sie sich unwillkürlich auf, die Haltung korrigiert sich von selbst. Sobald Sie den Nacken einknicken oder ins Hohlkreuz gehen, fällt der Gegenstand vom Kopf.

Bestimmte Augenübungen können leicht eine Schwindelsymptomatik auslösen:

  1. Augenkreisen. Lassen Sie Ihre offenen Augen Kreisbewegungen ausführen und betrachten Sie dabei Ihre Umgebung ganz genau. Dann führen Sie das gleiche mit geschlossenen Augenlidern aus und entspannen sich wieder
  2. Spirale. Machen Sie mit geschlossenen Augen die Bewegungen einer Spirale, die sich vom Mittelpunkt nach außen hin erweitert. Dann gehen Sie wieder den umgekehrten Weg von außen nach innen bis zum Mittelpunkt zurück. Beobachten Sie dabei Ihre Atmung. Die Atembewegung folgt der Augenbewegung, indem sie sich einmal erweitert, dann wieder sammelt.
  3. Die Atembewegung folgt den Augen. Schauen Sie mit geschlossenen Augen nacheinander eine Weile nach unten, nach oben, nach rechts und nach links, wobei Sie zwischendurch immer wieder zur Mitte zurückkehren. Beobachten Sie dabei, wo Ihre Atembewegung jeweils spürbar wird. Sie werden feststellen, dass Ihr Atem dahin geht, wohin Ihre Augen schauen: in den unteren, in den oberen Raum, in den Flankenbereich rechts und links.
  4. Fixieren eines Punktes. Wenn Sie längere Zeit einen bestimmten Punkt fixieren, beginnt dieser zu verschwimmen bzw. sich zu bewegen, weil Sie rundherum auf keinen Bezugspunkt achten.
  5. Fixieren konzentrischer Kreise, paralleler Linien oder auf einen Mittelpunkt zusammenlaufender Streifen. Die Vorlagen scheinen bald in Bewegung zu geraten.
  6. Bilder mit sich bewegenden Mustern betrachten. Schauen Sie bestimmte Bilder (z.B. des Malers Escher) bzw. Muster so lange an, bis sich diese scheinbar bewegen.
  7. Nachbilder erzeugen. Schauen Sie für 30 Sekunden in eine Lichtquelle und richten Sie anschließend Ihren Blick auf eine weiße Wand. Dies erzeugt ein Bild auf dem Augenhintergrund bzw. auf der Netzhaut.
  8. Betrachten dahinziehender Wolken. Wenn Sie im Stehen auf sich relativ rasch bewegende Wolken blicken, entsteht die Illusion, in die entgegengesetzte Richtung zu kippen, doch erst die vermeintliche Ausgleichsbewegung führt zum Sturz.

Drehen bzw. schnelles Bewegen des Kopfes kann rasch einen Schwindelzustand (sog. “Lagerungsschwindel”) und Benommenheit herbeiführen. Längeres Üben bewirkt eine Gewöhnung an den Schwindel, so dass er nicht mehr so belastend ist:

  1. Drehen Sie den Kopf für 30 Sekunden hin und her.
  2. Legen Sie den Kopf für 30 Sekunden zwischen die Beine und bewegen Sie dann den Kopf ganz schnell wieder nach oben.
  3. Drehen Sie sich bei geschlossenen Augen längere Zeit stehend im Kreis, bis Sie schwindlig werden.
  4. Setzen Sie sich in einen Drehstuhl, drehen Sie sich eine Minute lang und halten Sie dann plötzlich an.

Schwindel hängt mit der Angst zu fallen zusammen. Die Fallangst lässt sich nicht einfach nur durch körperliche Übungen wegtrainieren, weil es sich dabei oft um ein ganz zentrales Persönlichkeitsmerkmal handelt. Die Betroffenen können sich häufig nicht fallen lassen, weil ihnen das Vertrauen fehlt, dass sie aufgefangen werden, was oft durch die Lebensgeschichte verständlich ist.

Welche realen Auslöser für Ihre Fallangst gibt es? Haben Sie Ohnmacht bei sich oder anderen erlebt? Ist ein Verwandter oder Bekannter umgefallen und gestorben?

In der Fallangst äußert sich oft der beharrliche Wunsch, stets die Standfestigkeit und Kontrolle über sich selbst zu behalten, was gerade angesichts der Erfahrung, dass man – bildlich gesehen – nur ungenügend auf seinen eigenen Füßen stehen kann, ein besonderes Bedürfnis ist. In der Fallangst zeigt sich neben der Angst vor Kontrollverlust und hilflosem Ausgeliefertsein auch die mangelnde Bereitschaft, von anderen im Bedarfsfall Hilfe annehmen zu wollen.

Übungen des Fallens können als Übungen des Vertrauens gegenüber anderen, aber auch des Loslassens gegenüber sich selbst verstanden werden. Wenn Sie Angst haben, in der Öffentlichkeit umzufallen, trainieren Sie zu Hause, wie Sie fallen möchten, sollten Sie tatsächlich einmal umfallen.

Machen Sie ein Falltraining mit sich selbst, indem Sie 5 Minuten lang bei geschlossenen Augen stehen bleiben, in der ständigen Erwartung bzw. in der fixen Absicht, danach umzufallen. Stellen Sie die Füße eng nebeneinander, strecken Sie die Beine durch, schwanken Sie mit dem Oberkörper leicht hin und her und sagen Sie sich: “Ich falle gleich um, gleich falle ich um”, verstärken Sie das Schwanken des Körpers, beobachten Sie Ihre Atmung, Ihren Herzschlag, die Spannung der Muskulatur in Ihren Beinen, achten Sie auf die momentanen Empfindungen und lernen Sie, die dabei auftretenden Gefühle besser auszuhalten. Stellen Sie sich möglichst konkret vor, wie Sie fallen werden, wenn Sie umfallen.

Üben Sie danach, sich auf verschiedene Arten fallen zu lassen: rasch und plötzlich, langsam zusammensinkend, seitlich hinfallend auf der Suche nach einem Halt. Bleiben Sie dann einige Zeit liegen und lassen Sie alle Gedanken und Gefühle aufkommen bei der Vorstellung, andere Menschen würden miterleben, wie Sie umgefallen sind und nun daliegen. Wie geht es Ihnen da? Was sind Ihre stärksten Eindrücke? Warum wehren Sie sich so gegen den Fall? Was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn Sie nicht bewusstlos werden und sich beim Fallen auch nicht verletzen? Üben Sie anschließend das Aufstehen, um die Erfahrung zu verstärken, dass Sie jederzeit wieder von allein auf Ihre Füße kommen.

Lowen, der Begründer der Bioenergetik, setzt Fallübungen therapeutisch ein, um die Hemmungen aufzudecken, die einen Menschen verkrampfen, ihm den Boden unter den Füßen wegziehen und dadurch eine Fallangst auslösen:

“Dann fordere ich den Patienten auf, sein ganzes Gewicht auf ein Bein zu verlagern und dessen Knie vollständig zu beugen. Der Fuß des anderen Beins darf den Boden leicht berühren, dient aber nur zur Balance. Die Anweisungen sind sehr einfach. Der Patient soll so lange in dieser Lage verharren, bis er hinfällt; er darf sich jedoch nicht mit Absicht fallen lassen. Wenn man sich bewusst löst oder lockert, fällt man nicht richtig, weil man den Sturz kontrolliert. Ein ‚wirksamer’ Fall muss ungesteuert und unwillkürlich sein. Wenn man seinen Geist darauf konzentriert, die eingenommene Position zu halten, stellt der Fall die Loslösung des Körpers von der bewussten Kontrolle dar. Da sich die meisten Menschen davor fürchten, die Kontrolle über ihren Körper zu verlieren, erzeugt schon dieser Vorgang Angst.”

Viele Menschen haben nach Lowen Angst, dass sie nicht mehr aufstehen könnten, wenn sie fallen würden. Hilflos am Boden liegen zu müssen, ist oft ein unerträglicher Gedanke. Lowen verweist in Anlehnung an Reich auf den Zusammenhang von Fallangst und falscher Atmung. Der Abfluss von Energie aus Füßen und Beinen, der durch die fehlende Zwerchfellatmung und die Blockade der unteren Körperhälfte bewirkt wird, führt nach Lowen zu einem Verlust des Bodenkontakts.

Sich buchstäblich fallen lassen zu können, stellt auch eine Vertrauensübung gegenüber anderen Menschen dar. Ersuchen Sie eine Person, sich einen Meter hinter Ihnen aufzustellen und lassen Sie sich steif durchgestreckt zurückfallen. Wie viel Vertrauen haben Sie wirklich, dass Sie der andere auffängt?

Weitere Informationen finden Sie hier: http://schwindel.nowag-verlag.de

Hilfe bei plötzlich auftretendem Schwindel und Gleichgewichtsstörungen

In diesem Beitrag erfahren Sie eine Handlungsanweisung dafür, was bei plötzlichem Auftreten von Schwindel sozusagen als Erstmaßnahme zu tun ist. Legen Sie sich mit den Beinen nach oben bequem hin und versuchen Sie, ruhig und tief zu atmen. Doch nicht nur bei plötzlich auftretendem Schwindel können Sie aktiv werden: Sie können durch regelmäßige Übungen und Entspannung Ihr Gleichgewicht wirkungsvoll trainieren und unterstützen. Im Folgenden finden Sie einige Anleitungen dazu. Da Schwindel nicht immer harmlos ist, sondern eine Begleiterscheinung einer gefährlichen Erkrankung sein kann, sollte immer mit dem Arzt gesprochen werden. Das können Sie selbst tun:

- Trinken Sie regelmäßig über den ganzen Tag verteilt 2 bis 3 Liter Wasser, denn Dehydrierung kann den Schwindel und die Benommenheit verstärken.

- Essen Sie regelmäßige Mahlzeiten

- Wenn Ihr Schwindel in Verbindung mit einer Positionsveränderung auftritt, stehen Sie unbedingt langsam von Ihrem Stuhl auf. Richten Sie Ihr Wohnumfeld so ein, dass es für eine chronisch schwindelige Person sicherer wird. Das bedeutet, Stolperfallen in Form von Teppichkanten, Elektrokabeln, Tisch- und Stuhlbeinen zu vermeiden. Aber auch zusätzliche Griffe wie z. B. an Treppenstufen und Hauseingängen können zur Sturzprophylaxe beitragen. Außerdem sollten Sie für eine gute Beleuchtung sorgen, die auch nachts einen sicheren Gang zur Toilette ermöglicht.

- Da das Badezimmer besonders voller Stolperfallen steckt, sorgen Sie hier für zusätzliche Griffe und rutschfeste Matten auf dem Fußboden, sowie in der Dusche und Badewanne.

- Lassen Sie sich durch Ihren Arzt in Ihren eigenen vier Wänden beraten, wie Sie Ihr Wohnumfeld passend für chronisch schwindelige Personen einrichten können. Da viele ältere Personen ebenfalls sturzgefährdet sind, kennen sich auch Seniorenberater häufig sehr gut aus, wenn es um ein adäquates Wohnumfeld geht.

- Stehen Sie nur langsam von Ihrem Stuhl auf, und halten Sie sich dabei an einem fest-stehenden Möbelstück fest wie z. B. dem Tisch. Bei immer wiederkehrenden Schwindelanfällen ist es äußerst risikoreich, mit dem Auto zu fahren. Sie gefährden dadurch sich selbst und andere. Nehmen Sie statt des eigenen Autos lieber öffentliche Verkehrsmittel oder bitten Sie ein Familienmitglied, Sie zu fahren.

- Vermeiden Sie das Arbeiten an schweren Maschinen, um Unfälle aufgrund Ihrer Schwindelattacken zu verhindern. Gegebenfalls ist an dieser Stelle ein offenes Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber erforderlich.- Wenn Sie sich schwindelig fühlen, setzen oder legen sie sich sofort hin.

- Reduzieren oder meiden Sie koffeinhaltige Getränke und Zigaretten. Denken Sie daran, dass es außer Kaffee auch noch weitere koffeinhaltige Getränke und Lebensmittel gibt wie u. a. grüner Tee, schwarzer Tee, Energy Drinks und Schokolade. Durch einen übermäßigen Konsum dieser Substanzen kann es zu einer Verschlechterung Ihrer Symptome kommen.

- Nehmen Sie beim Spaziergang vorsichtshalber eine Gehhilfe mit. Abhängig von Ihrem gesamten gesundheitlichen Zustand kann ein einfacher Spazierstock ausreichen, aber bei fortgeschrittener Gangunsicherheit sollte man nicht aus falscher Eitelkeit heraus auf einen Rollator verzichten. Denn das Gipsbein haben anschliessend Sie und nicht Ihr Nachbar!

ACHTUNG: WICHTIGER HINWEIS FÜR BETROFFENE (KLICKEN SIE BITTE HIER)